Die Spannung steigt … nur noch elf Tage bis zur Premiere der „Autorenmusik II„. Entsprechend ist unsere Probenarbeit nun auch in der extrem heißen Phase angekommen … wobei sich wieder einmal feststellen lässt: Je tiefer man in die Werke eintaucht, um so mehr Freude macht es, sie zu proben. Insofern steigen aktuell nicht nur Anspannung und Stress, sondern ebenso der „Spaß an der Freud'“.

Wie schon im vergangenen Jahr beim Projekt „Autorenmusik I“ ist es auch diesmal wieder sehr  verblüffend, wie extrem unterschiedlich die Werke sind, die wir in Kürze aus der Taufe heben werden. Roman Pfeifer macht aus den sprechbohrern einen dreistimmigen Geräusch-Synthesizer; zudem spielen wir „Instrumente“ wie Styroporstücke, Alu- oder Luftpolsterfolie. Florian Neuner lotet in einer Art Hommage an Hans Bahlow,  den möglicherweise (oder eben auch nicht) „sumpfigen“ Klang Deutscher Ortsnamen aus. Swantje Lichtenstein kombiniert unsere Sprechstimmen mit von Fischen erzeugten Klängen. Barbara Köhler hat für uns eine dreistimmige grammatikalische Etüde geschrieben – was ist gleich, was ist verschieden? Neo Hülcker re-komponiert Aufnahmen seiner Kinderstimme als Siebenjährige. Und Christian Filips lässt die sprechbohrer gar als Kölsch-Karnevalistisches Phonetik-Dreigestirn auftreten.

Wer bereit ist, sich auf ein sprachmusikalisches Abenteuer sehr, sehr weit entfernt vom Mainstream einzulassen, wird einen sehr vielschichtigen und spannenden Konzertabend erleben – bei dem ganz zuletzt möglicherweise sogar die Grenzen zwischen Kunst und Klamauk verschwimmen …