September …

… und schon wieder rast die Zeit so sehr, dass ich kaum hinterherkomme. Bisher war schon Einiges in diesem Monat los … und es bleibt spannend! Aber der Reihe nach …

Pünktlich zum 01.09.2020 wurde Demeter, das September-Kapitel aus dem Jahreslauf-Projekt von norrut veröffentlicht. Diesmal geht die Reise eher in Richtung ‚ChillOut‘; das Stück gehört zwar immer noch in die Ambient-Schublade, ist allerdings deutlich rhythmischer geraten … und vielleicht sogar tanzbar.

Zum Titel: Hades, der griechische Gott der Unterwelt, hatte sich in Kore verliebt. Diese hatte aus begreiflichen Gründen kein gesteigertes Interesse an einem Leben ohne Sonnenlicht, was Hades indessen nicht davon abhielt, sie kurzerhand zu entführen. Von nun an war Kore also Göttin der Unterwelt und nannte sich Persephone. Demeter, ihre Mutter, war entsetzt über den Verlust ihrer Tochter. In ihrer Verzweiflung ließ sie sämtliche Pflanzen verdorren. Kurz bevor die Welt unterzugehen drohte, einigte man sich auf einen Kompromiss: Persephone muss nur noch einen Teil des Jahres in der Unterwelt leben. Dementsprechend ist es Herbst und Winter, wenn sie sich dort unten befindet; Frühling und Sommer aber, wenn sie als Kore bei ihrer Mutter sein kann. Demeter ist also verantwortlich für die dunklen Jahreszeiten; daher ist ihr mein September-Stück zum Herbstanfang gewidmet. 

Ihr findet mein September-Stück auf den üblichen Streaming- und Download-Portalen, wie zum Beispiel: APPLE MUSICSPOTIFYDEEZERAMAZON und wie sie alle heißen. Und ich freue mich sehr über jeden Click oder gar Download.

Außerdem gibt es auf VIMEO ein Video zum Stück, in dem eigentlich gar nichts, aber dann doch wieder überraschend viel „geschieht“.

Selbstverständlich liegt es in der Natur der Sache eines solchen Projekts, dass ich die Komposition und Aufnahme für den jeweiligen Monat einige Wochen vor dem Veröffentlichungstermin abgeschlossen haben muss … so ist Demeter tatsächlich Ende Juli/Anfang August an ein paar regenreichen Tagen während unseres Urlaubs entstanden. Und ich war seitdem nicht untätig: Koyo und Samhain, die Stücke für Oktober und November, sind schon in der Pipeline.


Am 5. September 2020 fand in Köln unser erster Auftritt nach fast einem halben Jahr Stille statt (natürlich unter Beachtung aller notwendigen Corona-Regeln) … und dann gleich mit der ganzen Familie! In der Besetzung Sina (Cello), Laurin (Perkussion), Sigrid (Klavier) und Georg (Gitarre, Elektronik) spielten wir kammermusikalische Jazz-Instrumentals aus eigener Feder. Rahmen war ein unter die Haut gehender Vortrag von Dr. Gerhard Wenzel über das Leben und Denken von Dietrich Bonhoeffer – und es zeigte sich einmal mehr, wie wichtig es ist, aus der Geschichte zu lernen. Ein rundum gelungener Abend.


Am Tag darauf (leider ohne Fotos) spielten Sigrid Sachse (Klavier) und Cosima Breidenstein (Violine) ein wunderschönes, nicht öffentliches Konzert im Augustinum Braunschweig mit Werken von Johannes Brahms. Am 15. November soll dieses Programm in Köln zur Aufführung kommen; wir halten Euch auf dem Laufenden.


Und damit wären wir beim Thema „Ausblicke“! Am kommenden Samstag, 19. September 2020 um 19.00 Uhr spielen sowohl Sina und Laurin als auch Georg einige Songs unserer jeweiligen Singer/Songwriter-Programme im Rahmen der Offenen Ateliers Rösrath. Gezeigt werden dort Werke von Elke G. Nauroth, Gabriele Reicherts und Sinisa Grbic. Für die musikalische Unterstützung sorgen außer uns auch noch die Band ‚Himatfilm‘ (SA 20.00), das Vokalensemble ‚A Canta‘ (SO 19.00) und die Violinistin Alice Elena Butisca (SO 20.00).

Offene Ateliers Rösrath, 19. & 20.09.2020

Zum Besuch der Ausstellung (jeweils 14-18 Uhr) ist eine persönliche Anmeldung notwendig; die Konzerte finden unter freiem Himmel statt und können daher mehr Publikum vertragen. 😉

Sina & Laurin Sachse / Georg Sachse
Offene Ateliers Rösrath
Dammelsfurther Weg 10 • 51503 Rösrath
SAMSTAG • 19.09.2020 • 19.00 UHR
Nähere Informationen und Anmeldung unter: https://art-reicherts.de


Am Sonntag, 20. September 2020 findet der deutsch-französische Liederabend mit Anna Herbst (Sopran) und Sigrid Sachse (Klavier) im Musikhaus Süd/Köln statt, der im März aus coronären Gründen abgesagt werden musste. Neben Werken von Franz Schubert, Zoltán Gárdonyi und Jean-Philippe Dartois stehen auch Uraufführungen von Sigrid Sachse auf dem Programm, welche durch eine freundliche Förderung der Stadt Köln ermöglicht wurden. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Voranmeldung bzw. Reservierung notwendig (siehe Flyer).


Am Wochenende darauf … ach nein, das verrate ich noch nicht! Vielleicht im nächsten Blog-Eintrag … 😉

Mit musikalischen Grüßen,
Euer Georg

Musik in Corona-Zeiten

Natürlich geht die Corona-Krise auch an uns nicht vorüber. Alle Konzerte bis einschließlich August sind abgesagt; ob ab September wieder Auftritte stattfinden können, weiß im Moment noch niemand. Auch die für die Osterferien geplanten Studio-Aufnahmen für das zweite Album von Laurin und Sina sind in Absprache mit dem Tonstudio erst einmal auf Eis gelegt. Auch wenn’s traurig ist: es war die richtige Entscheidung!

Unser Klavier- und Gitarren- und Flöten- und Bass-Unterricht findet zur Zeit nur noch online statt. Ich drehe an einem Streifen Lehr-Videos und bemühe mich, Noten und Materialien online zu stellen, ohne dabei Urheberrechte zu verletzen – was gar nicht so einfach ist. Tatsächlich benötige ich, um den Unterricht am Laufen zu halten, fast doppelt so viel Zeit – was mir natürlich niemand glaubt, da die gefühlte Realzeit für die einzelnen Schüler geringer ausfällt. Unserem Orts-Pfarrer geht es aber genauso; ich bin also in guter Gesellschaft.

Ähnlich ist es mit meinen universitären Lehraufträgen: ein irrsinniger Aufwand, der mich ebenfalls annähernd doppelt so viel Zeit kostet. Trotzdem ist für mich ganz klar, dass ich bis zu den Sommerferien keinen Präsenzunterricht im alten Stil erteilen werde, selbst wenn sich Naivlinge wie Herr Laschet oder Soziopathen wie Herr Lindner durchsetzen sollten … das werde ich weder meinen Schülerinnen und Schülern noch meinen Studentinnen und Studenten noch mir zumuten. Auch wenn ich dreimal mehr dafür arbeiten muss. Basta! Mir reicht völlig, was ich von erkrankten Freunden und Bekannten hören muss; ich muss diesem Sch…-Virus nun wirklich nicht auch noch persönlich begegnen!

Aber auch wenn unser Alltag aktuell in der ein oder anderen Weise beeinträchtigst sein mag – unsere Kreativität ist es nicht! Die Album-Aufnahmen von Sina und Laurin sind nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben … ich habe das Privileg, die neuen Songs schon alle zu kennen und kann nur sagen: Freut Euch drauf; es wird großartig – ein würdiger Nachfolger für den meisterhaften Erstling Glances, den Ihr Euch, solltet Ihr ihn noch nicht kennen, unbedingt anhören solltet!

Für mein Elektronik-Ambient-Projekt norrut habe ich mir ein „Jahreslauf-Projekt“ vorgenommen. Am 1. März wurde die Märzmusik veröffentlicht, am 1. April die meditative Komposition Grasmond (ein alter Name für den April).

Grasmond besteht aus neun Synthesizer- und Sampling-Spuren, die alle live eingespielt wurden. Die Melodielinie ist stetig aufsteigend, passend zum Ostergedanken. Als „Stargast“ spielt ein Schwedischer Gebirgsbach, den ich letztes Jahr mitten in Värmland aufgenommen habe, eine wesentliche Rolle; ich dachte dabei an den alten Brauch des Osterwassers.

Ich wünsche viel Freude mit Grasmond und Märzmusik; das nächste Jahreslauf-Stück mit dem Arbeitstitel „Bealtaine“ freut sich schon auf seine Veröffentlichung am 1. Mai! 🙂